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Schlaganfall - ein Notfall

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Schlaganfall mit Vorwarnung

In etwa 10 Prozent aller Schlaganfälle erhalten die Betroffenen eine „Vorwarnung“: es kommt zu einer flüchtigen Durchblutungsstörung des Gehirns, einer so genannten transienten ischämischen Attacke (TIA). Die Symptome sind die gleichen wie bei einem Schlaganfall, aber sie treten nur vorübergehend auf, weil das Gefäß schnell wieder geöffnet wird.

Im Akutstadium kann zwischen einer TIA, solange die Symptome noch bestehen, und einem Schlaganfall nicht unterschieden werden. Die Akutbehandlung muss sich deshalb am Vorgehen beim Schlaganfall orientieren, insbesondere ist eine rasche Diagnostik zwingend.

Insofern wird zunehmend geraten, den Begriff der TIA nicht mehr zu verwenden und generell nur noch vom Schlaganfall zu sprechen. Diese vorübergehende Durchblutungsstörung kann Stunden, Tage oder Wochen vor dem eigentlichen Schlaganfall auftreten. Eine derartige transiente ischämische Attacke ist ein Warnsignal, das auf keinen Fall ignoriert werden darf.

Verschlossenes BlutgefäßSchlaganfallexperten drängen inzwischen darauf, dass auch Patienten mit TIA’s auf eine Stroke Unit gehören, um die Ursachen abzuklären und schnell die Therapie entsprechend der Differentialdiagnose einleiten zu können. Denn ein früher Beginn der Behandlung nach einer TIA oder einem kleinen Schlaganfall - in einer Stroke Unit noch am gleichen Tag - reduziert das Risiko für einen nachfolgenden Schlaganfall um 80 Prozent.

Viele Patienten schätzen weiterhin die flüchtig auftretenden neurologischen Symptome einer TIA falsch ein. Darüber hinaus ist das Bewusstsein, dass eine TIA einen Notfall darstellt, in der Bevölkerung weiterhin unzureichend verankert. Hier ist ähnlich wie beim manifesten Schlaganfall, bei dem durch konstante Anstrengung in den letzten Jahren Fortschritte erzielt werden konnte, weitere Informations- und Aufklärungsarbeit nötig.

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