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Schlaganfall - ein Notfall

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Risiko Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung: Etwa jeder vierte Mensch ab einem Alter von 40 Jahren wird im Laufe seines Lebens einmal Vorhofflimmern entwickeln. Die Häufigkeit des Vorhofflimmerns soll sich bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Damit wird eine wirksame Behandlung dieser Erkrankung zu einer Priorität für das Gesundheitswesen. Menschen mit Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel und dadurch ein bis zu fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko. Vorhofflimmern ist einer der wichtigsten unabhängigen Risikofaktoren für einen Schlaganfall.

Vorhofflimmern ist gekennzeichnet durch einen unregelmäßigen Herzschlag, häufig mit einer zu schnellen oder zu langsamen Herzfrequenz. Beim Vorhofflimmern führen fehlerhafte elektrische Signale zu einer schnellen und unregelmäßigen Kontraktion der oberen Herzhöhlen (Herzvorhöfe oder Atrien). Das Blut staut sich in den Vorhöfen, da durch die unregelmäßigen Herzschläge nicht das gesamte Blut in die unteren Herzhöhlen (Herzkammern oder Ventrikel) gepumpt werden kann. Dadurch ist eine effektive Pumpfunktion des Herzens nicht mehr gewährleistet.

Schlaganfälle als Folge von Vorhofflimmern können auftreten, wenn sich wegen der unzureichenden Kontraktion der Vorhöfe das Blut im Herzen staut. Diese Blutstauung fördert die Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) an den Vorhofwänden. Wenn sich diese Gerinnsel lösen und in den Blutkreislauf ausgeschwemmt werden, können sie die Blutgefäße des Gehirns verstopfen: es kommt zu einem Schlaganfall.

Insofern ähnelt ein Schlaganfall einem Herzinfarkt: So wie beim Herzen muss auch beim Gehirn die Blutzufuhr und Durchblutung sichergestellt sein, damit das Organ voll funktionsfähig ist. Werden die versorgenden Gefäße durch ein Blutgerinnsel blockiert, wird die Blutzufuhr zu Teilen des Gehirns unterbrochen und das Hirngewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dadurch sterben die Nervenzellen innerhalb kürzester Zeit ab und die von diesen Nervenzellen gesteuerten Körperfunktionen fallen aus.

Weiterführende Informationen finden Sie  hier.

Einen Kurzfilm zur Entstehung eines Schlaganfalls durch Vorhofflimmern sehen Sie unten.

 

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