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Schlaganfall - ein Notfall

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Die Rehabilitation

Auch bei optimaler Therapie kann es nach einem Schlaganfall zu Problemen der Motorik (Bewegung und Kontrolle des Armes und/oder des Beines), der Sprache, des Sehens oder des Gleichgewichtes kommen. Fast regelhaft ist die Belastbarkeit eingeschränkt und es bestehen Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit. Ein Schlaganfall führt zu Angst bzw. Irritation und kann das Leben verändern.

Dank seiner Anpassungsfähigkeit kann das Gehirn verlorene Funktionen durch Training zum Teil wieder neu erlernen (Plastizität). Diese Fähigkeit muss möglichst früh nach einem Schlaganfall mit Hilfe von Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten und auch Neuropsychologen aktiviert werden. Nur durch intensives Üben und Aktivieren können sich die maximal erreichbaren Verbesserungen einstellen.

Hierzu dient die neurologische Rehabilitation. Mit Hilfe eines spezialisierten Teams werden die eingeschränkten Funktionen trainiert. Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten eine höchstmögliche Selbstständigkeit zurückzugeben und zu helfen, den Schreck und die Hilflosigkeit gegenüber dem Geschehenen zu überwinden. Damit keine Zeit verloren geht, sollte die Rehabilitation schon durch das Akutkrankenhaus eingeleitet werden. 

Abhängig vom Schweregrad der Behinderung besteht in Berlin in zahlreichen Einrichtungen und Kliniken die Möglichkeit, eine Rehabilitation durchzuführen. Häufig trennt man die geriatrische Wiedereingliederung des älteren Menschen von der neurologischen Rehabilitation von Menschen im erwerbsfähigen Alter.

RehabilitationAngeboten wird eine stationäre Behandlung, die eine vollständige Versorgung des Patienten (Pflege, Essen, Schlafen) bereithält. Alternativ kann bei Gehfähigkeit und ausreichender Belastbarkeit / häuslicher Versorgung eine ambulante Rehabilitation erfolgen, bei der der Patient über Tag trainieren, aber die Abende und Wochenenden zu Hause verbringen kann. So kann die Familie und die aktuellen Lebensbedingungen in die Behandlung einbezogen werden.

Im jungen Alter ist der Schlaganfall ein dramatischer Einschnitt, der oftmals eine völlige Neuorientierung des Lebens erfordert. Es treten Fragen zu Beruf, Familie und Krankheitsverarbeitung auf, die sich erheblich von denen von Menschen in höherem Lebensalter unterscheiden.

Mit diesen und weiteren Fragen setzt sich der Verein "Nie aufgeben - Junge Menschen nach Schlaganfall e.V." auseinander.

 

 

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