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Schlaganfall - ein Notfall

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Hintergrund der Initiative

Der Schlaganfall tritt plötzlich ein

Eine plötzliche Verstopfung einer Hirnschlagader durch ein Gerinnsel oder eine Blutung durch einen Gefäßriss: Das ist ein Schlaganfall. Schlaganfälle sind - nach Herz-Kreislauferkrankungen - die zweithäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Über eine Million Menschen in Deutschland müssen mit den Folgen eines Schlaganfalls leben. Dabei sind keineswegs nur ältere Menschen betroffen, viele Betroffene sind unter 40 Jahre alt. Leider sind viele Menschen nur unzureichend über die Symptome des Schlaganfalls informiert und nehmen die typischen Warnsignale häufig nicht ernst. Das ist besonders tragisch, da durch schnelles und richtiges Handeln die Chance auf Heilung oder entscheidende Linderung deutlich verbessert werden kann. Um die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg für das Thema Schlaganfall zu sensibilisieren und über mögliche Symptome eines Schlaganfalls zu informieren, geht die Schlaganfallinitiative „Baden-Württemberg gegen den Schlaganfall“ in die Offensive.

Thrombolyse-Therapie – je früher, desto wirkungsvoller

Es gibt moderne Therapiemöglichkeiten, mit denen effektiv in der Akutphase des Schlaganfalls geholfen werden kann. Eine dieser neuen Therapieformen ist die Thrombolyse oder kurz Lyse, d.h. Auflösung des Blutgerinnsels, welches eine Arterie verschließt. Sie kann beim ischämischen Hirninfarkt eingesetzt werden, aber nicht beim hämorrhagischen Schlaganfall, der Hirnblutung. Eine Voraussetzung für die Lyse-Therapie ist, dass der Patient so früh wie möglich nach dem Schlaganfallereignis in einer Klinik mit einer Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) eintrifft. Das reguläre Zeitfenster für die Lyse-Therapie endet bereits wenige Stunden nach dem Schlaganfall. In den ersten Stunden nach dem Einsetzen der Symptome ist die Lyse-Therapie am wirkungsvollsten. Je länger ein Blutgerinnsel die Versorgung des Gehirns verhindert, desto mehr Hirnzellen sterben ab, desto schlechter ist die Prognose des Patienten.

Schlaganfall? Wählen Sie 112!

Ein Schlaganfall ist ein Notfall, d.h. es muss sofort, ohne Zögern oder Abwarten gehandelt werden. Wenn Sie oder jemand in Ihrer Umgebung Schlaganfall-Symptome hat, dann wählen Sie 112, den Notdienst bzw. die Feuerwehr. Auf diesem Weg kommt der Patient auf dem schnellsten Weg zur Rettungsstelle des nächsten geeigneten Krankenhauses.

Eigene Risikofaktoren ermitteln und vorbeugen

Während der Kampagne gibt es zahlreiche Vorträge und Diskussionsrunden, in denen Experten neben Symptomen und Therapiemöglichkeiten auch über Risikofaktoren informieren. Denn eine falsche Lebensweise ist häufig die Ursache von Schlaganfällen. Wichtig ist es, Übergewicht abzubauen, sich viel zu bewegen und seinen Alkohol- und Zigarettenkonsum einzuschränken. Außerdem sollte man den Risikofaktor Nummer eins - den Bluthochdruck - unbedingt behandeln. Man hat es also zum Teil selbst in der Hand, die Gefahr so gering wie möglich zu halten. Mit einfachen Mitteln kann jeder viel erreichen!


Sie wollen Ihr eigenes Risiko ermitteln? Dies tun am besten hier.

 

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